Wandertipps
Wegmarkierung - regeneriert !
In der Haute - Provence befinden Sie sich immer mindestens 500 m über NN, d.h. Sie müssen mit erhöhter UV-Strahlung rechnen und Ihre Haut ist bei Daueraufenthalt im Freien mit Sonnenöl oder Sunblocker dementsprechend zu schützen. Sie sollten immer eine Kopfbedeckung tragen und evtl. sogar ein Nackentuch am Hut befestigen, was man regelmäßig befeuchten kann. So sind Sie optimal vor einem Sonnenstich geschützt.
Denken Sie daran, ausreichende Mengen an Trinkwasser mit sich zu führen. Im Sommer können Sie 2-3 Liter pro Person und Tag (als Minimum!) einkalkulieren. Tipp: Trinken Sie vor Abmarsch so viel Wasser wie Sie können, das brauchen Sie dann nicht mehr im Rucksack mitschleppen.
Kühles Nass: Flasche mit einem Küchentuch umwickeln, anfeuchten und außen am Rucksack – natürlich im Körperschatten – befestigen. Die Verdampfungskälte des Wassers sorgt für erstaunlich lange Zeit für eine niedrige Temperatur des Trinkwassers.
Informieren Sie sich über das Wetter. Gewitter sind hier unten keine Showeinlage. Studieren Sie die Karte in Hinblick auf Höhlen, Halbhöhlen, permanenten Quellen etc.
Was mitzunehmen ist:
Fotoapparat: Es gibt immer gute Motive
Bergstiefel und lange Hosen: Schlangenbisse stellen dann kein Problem dar.
Abfalltüte
Rettungsdecke
Dreiecktuch – aus Baumwolle! Dient bis zum SuperGAU als Nackentuch.
Polsterpflaser gegen Blasen an den Füßen.
Messer: braucht man immer!
Taschenlampe: Die modernen LED-Lampen, wiegen nichts und die Batterien halten eine kleine Ewigkeit
Kompass und Kartenmaterial
Abfälle:
Nehmen Sie Ihren Verpackungsmüll bitte wieder mit nach Hause und entsorgen Sie ihn dort. Jedes Jahr wird z.B. in der Verdon-Schlucht von Freiwilligen der Müll aufgesammelt und muss dann mit Hubschraubern ausgeflogen werden.
Benutzen Sie vernünftiges Schuhwerk : Rutschfestes Profil und guter Seitenhalt sind wichtig. Achtung: Bei Regen wird der hiesige Kalkstein unangenehm rutschig.
Einsame Gehöfte:
Es kann vorkommen, dass Sie auf Ihren Wanderungen die Grundstücke von abgelegenen Bauernhöfen überqueren müssen. Die Grundstücke sind normalerweise nicht eingefriedet und so kann man nicht wissen, ob der Besitzer eventuell eine Aversion gegen unangemeldeten Besuch hat.
Üblich ist das Annähern mit laut vernehmlichem Rufen - wenn der Besitzer etwas dagegen hat, wird er sich schon irgendwie bemerkbar machen.
Es gibt aber noch eine noch aus der Antike stammende Äußerlichkeit, die unmissverständliche Signale setzt:
1 Zypresse am Eingang des Grundstückes bedeutet: “Bleib mir vom Acker! Besuch unerwünscht!”
3 Zypressen am Eingang stehen für Brot, Wasser und Bettstatt. Hier sind Gäste herzlich gerne willkommen - sie stehen unter einem traditionellen Gastrecht, zumindest so lange sie sich wie Gäste aufführen.
Wegmarkierungen:
Wanderwege (regional) werden gelb, Langstrecken (GR – Grand Raid) rot/weiß markiert. Winkel: Abbiegen. Kreuz bedeutet: Sie sind auf dem Holzweg! Umkehren und besser aufpassen.
Die Markierungen werden manchmal von Schwachköpfen, die das vermutlich für eine Art Naturschutz halten, mit dem Meißel entfernt(!) oder mit grauer Farbe übermalt. Alles eine Frage des Geschmacks. Halten Sie also die Augen stets offen.
Radsportlertipps:
Der Fahrtwind täuscht darüber hinweg, dass die Sonne Ihnen die Haut systematisch abzieht. Langärmlige Kleidung oder der Auftrag von Sunblocker sind unabdingbar. Nackentuch – feucht! – ist hilfreich gegen Sonnenstiche. Ebenso sollte an jedem sich bietenden Dorfbrunnen die Kleidung angefeuchtet werden. Der Kühleffekt ist enorm.
Falls Sie die Lavendelfelder durchqueren, müssen Sie speziell morgens mit Myriaden von Bienen und anderen Insekten rechnen. Offene Hemden und Helme mit Belüftungsöffnungen ohne Insektengitter werden für Bienen oder Wespen zur Sackgasse: Es wird unweigerlich zugestochen. Also: Alle kritischen Bereiche absichern bzw. luftige, aber eng anliegende Kleidung tragen.
Über die erhebliche Wassermenge, die Sie mit sich führen müssen, brauche ich an dieser Stelle wohl kein Wort zu verlieren.
Neu: Außerhalb von Ortschaften müssen Radfahrer Sicherheitswesten tragen.