Störenfriede


Störenfriede Südfrankreich © 2009 by Belair-VillasEidechsennatter (Malpolon monspessulanus)

Falls Sie etwas abgelegen wohnen: In der Campagne behält die Natur überhand und es gilt gewisse Spielregeln einzuhalten. Beispielsweise muss man im und am Haus auf peinliche Sauberkeit achten. Insekten interessieren sich für alles was süß ist und Ameisen kümmern sich um den Rest - jeder Krümel wird weggeschleppt.
Gegenmittel: Die in den Supermärkten erhältlichen Mittel (Anti-Fourmis) sind sehr wirkungsvoll.


Nach Einbruch der Dunkelheit die Fenster unbedingt schließen, wenn man das Licht anmacht – sonst ist sofort alles voller Nachtfalter. Ein Moskitonetz kann zu gewissen Zeiten sehr vorteilhaft sein.

Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, damit weder Mäuse noch Eidechsen Gelegenheit finden ins Haus zu gelangen. Ist zwar nicht weiter schlimm, aber die Tiere finden Sie irgendwann mumifiziert unter den Schränken. Verwenden Sie bevorzugt Metallbetten, damit keine unerwünschten Nager sich im Bett einnisten und Decken und Matratze zerstören.
Nahrungsmittelreste nur in verschlossenen Behältern draußen lagern, Marder, Hunde oder wilde Katzen verteilen sonst den Müll in der näheren Umgebung.

Wundern Sie sich nicht, wenn es in Zwischenwänden oder auf dem Dachboden nachts Geräusche gibt. Mäuse und verwandte Nager teilen gerne die Wohnstatt mit Ihnen. Besonders zum Herbst hin kann es in den ersten kühlen Nächten zu einer recht massiven Invasion kommen. Nachteilig ist, dass die Tiere z.T. nachtaktiv sind und einen Lärm entwickeln, der in keinem mathematisch erfassbaren Verhältnis zur Körpergröße steht.

Hier gibt es nur 3 Möglichkeiten:

- Die Rotweindosis anheben und das Viehzeug mit Ignoranz strafen
- Gift auslegen (Vorsicht, das kann auch mal ein Haustier erwischen)
- Fallen aufstellen ( nicht gestattet bei Siebenschläfern! Die stehen unter Naturschutz!)

Tipp (für Leute, die dort sich etwas länger aufhalten): PU – Montageschaum - wie er auf der Baustelle zum Einsetzen von Fenstern und Türen benutzt wird – einfach in die Zwischendecken und Trennwände schäumen. Spuren der Isocyanat-Komponente, die wir längst nicht mehr wahrnehmen können, stört diese Tiere ganz massiv und sie bleiben nach kurzer Zeit fern. Das funktioniert sogar bei ganz hartnäckigen Vertretern wie Siebenschläfer und Marder.

Schlangen:

Für alle Unfälle mit Schlangen gilt: Verursacher ist stets der Mensch. Schlangen meiden den Menschen, wie der Deibel das Weihwasser. Eine Schlange beißt nur zu, wenn Sie in die Enge getrieben wird, bzw. es versucht jemand, sie zu fangen.
Bester Schutz: Lange Hosen und bei allen Aktivitäten in Garten, Feld und Wald Arbeitshandschuhe tragen – dann kann fast nichts mehr passieren..
Um Schlangenbisse wird viel Wind gemacht, tödliche Unfälle sind äußerst selten, und die Erste-Hilfe-Maßnahmen, die landläufig propagiert wurden sind Unfug: Abbinden, Einschneiden, Aussaugen – in der Spitze sogar Ausbrennen! – alles Blödsinn.
Was ist zu tun: Abregen, Kreislauf stabil halten, alle körperliche Anstrengungen so gut es geht auf Null herunter. Ohne Verzögerung in Krankenhaus. Gegengifte haben oft gravierendere Folgen als das Schlangengift, deshalb ist eine Blutwäsche (Dialyse)vorzuziehen.
Wer Schlangenfunde macht und die Art / Gefahrenpotential nicht zuordnen kann, möge sich hier orientieren:
SCHLANGEN
Die Betreiber der Internetseite sind äußerst rührig, auf gemailte Fotos von Nattern erhielt ich binnen einer Stunde 2 deckungsgleiche, kompetente Bestimmungsergebnisse nebst Hinweisen auf Gefährlichkeit etc. Bravo!

Skorpione:

Meist harmlos aber immer schmerzhaft. Lieben halbfeuchte Dunkelheit: Schuppen und Steinhaufen sind die bevorzugten Reviere. Entweder tragen Sie konsequent bei allen Tätigkeiten im Außenbereich Arbeitshandschuhe oder Sie müssen ab und an damit rechnen, sich einen herzhaften Biss einzufangen.

Wespen / Bienen:

Trinken Sie im Außenbereich am besten nur Wasser, keine Säfte, Limonaden oder Bier – schon gar nicht aus Dosen!
Insektenstiche: Onctose-Salbe auftragen. Bei allergischen Reaktionen sofort zum Arzt, hier muss mit Cortison eingegriffen werden.
Hinweis: Um Hornissen wird regelmäßig, aber völlig zu Unrecht ein Riesenwirbel veranstaltet. Diese Insekten sind monströs, aber deutlich ungiftiger und weniger aggressiv als Bienen. Informieren Sie sich auf der folgenden Internetseite: HORNISSEN

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