Sport & Freizeit


Sport & Freizeit Südfrankreich © 2009 by Belair-VillasHilfsmittel zum

Boule / Petanque:
In jedem Dorf finden fast wöchentlich Tourniere statt. Am meisten verbreitet ist das Petanque, bei dem aus dem Stand geworfen wird. Um hier mitzumischen, sollte man die Regeln kennen und wirklich etwas davon verstehen – es wird sonst als Sakrileg aufgefasst. Hüten Sie sich davor, an den größeren Turnieren mit richtigen Preisgeldern teilzunehmen – hier treffen Sie zwangsläufig auf Profispieler, der Amateur hat da keine reale Chance.


Angeln:
Der Verdon und seine Seen sind sehr fischreich, man sollte allerdings die Stellen kennen.. Hier kommen Forellen, Hechte, Barsche und Äschen vor. Es ist eine Karte notwendig, die man in Sportgeschäften kaufen kann.

Astronomie:
In der Haute Provence ist die Luft außergewöhnlich sauber und, da es nur wenig große Städte gibt sind die Nächte sehr dunkel. Es genügt schon ein guter Feldstecher für ungetrübtes Vergnügen. Wer mehr möchte, hier einige Tipps:
Kurz vor Bauduen am Lac St. Croix gibt es ein kleines privates Observatorium: “Astro Terre” – hier kann man durch ein größeres Spiegelteleskop den Nachthimmel betrachten.
Es lohnt sich, nachts auf den Col de St. Jurs hinaufzufahren. Der steigt bei auf 1300 m und die Sicht ist nur nach Süden etwas behindert.

Absolute Liebhaber gehen hinauf bis hinter Forcalquier: OBSERVATORIUM St. MICHEL

Bergsteigen:
Freeclimber finden ihr Traumrevier an der Nordseite der Verdonschlucht am Anfang der Route de crête. Führer und Lehrer finden sich reichlich in La Palud.

Canyoning:
Der Verdon ist das ultimative Revier für die Seilakrobaten. Hier haben wir mehr als 10 grandiose Abstiege im direkten Einzugsbereich der Verdon –Schlucht.
Wer es dort einmal versuchen oder lernen möchte, mag sich an den Webmaster wenden. (Falls der nicht selbst gerade zwischen den Felsen herumturnt.)

Flugsport:
Die Haute-Provence ist ein Traumrevier für verschiedene Luftsportarten – aber aufgepasst: Zwar gibt es speziell über dem Plateau von Valensole ausgeprägte thermische Aufwinde, die einen über unglaubliche Weiten transportieren können, aber die wechselhaften Windverhältnisse und auch die verstärkte Gewitterneigung ab der 2. Augusthälfte verlangen ein gründliches Wissen über die hiesigen Wetterverhältnisse und eine ausgezeichnete Flugtechnik. Es ist nicht unbedingt ein Gebiet für Anfänger.
Manche Menschen empfinden den Mistral als unangenehm, er ist in der oberen Provence aber der Garant für schönes Wetter. Zwar sind die Mistraltage kalt, aber danach kann die Sonne wieder ungehindert scheinen. Die ausgeprägte Thermik über dem Plateau de Valensole sorgt für ein Mikroklima, dass in Frankreich einzigartig ist. Selbst wenn es überall regnet, bleibt die obere Provence oft verschont. Neben dem Mistral gibt es noch verschiedene andere Winde: Marin, Tramontane usw. Nicht selten werden sogar größere Mengen von Saharastaub bis nach Avignon und noch weiter hinauf verfrachtet. Für Segel- und Drachenflieger gilt es, sehr kritisch auf die Wetterverhältnisse zu achten.
Die obere Provence ist zwar eins der schönsten Reviere in Europa, aber flugtechnisch anspruchsvoll.

Es ist zu beachten, dass gewisse Gebiete aus Sicherheitsgründen nicht überflogen werden dürfen andere gesperrt sind, weil dort Adler und Geier leben und bei der Brut gestört würden. Bitte informieren Sie sich bei den örtlichen Flugclubs.

Golf:
An Golfplätzen ist kein Mangel. Die nächsten sind:
- Digne-les-Bains:
- Pierrevert bei Manosque :
- Pont-Royal oberhalb von Aix en Provence:
- Barbaroux bei Brignoles :
- Besonders schön Nans les Pins an Fuß der Sainte Baume

Jagen:
Nach der Französischen Revolution konnte jeder nach eigenem Belieben jagen. Was dazu führte, dass Hase, Hirsch und Reh weitgehend ausgerottet wurden. (Suchen Sie mal ein Wildrezept in einem französischen Kochbuch. Da werden Sie sich aber schwer tun.) Die Wildschweine haben das Gemetzel aber mit einer recht ansehnlichen Population überstanden. Die scheinen über einen gut funktionierenden Kalender zu verfügen. Sobald die Jagdsaison beginnt, lösen sich die Schwarzkittel in Luft auf. Spaß beiseite: Für Trophäenjäger ist hier nicht so das Gebiet. Außer Wildschweinen und etwas Federvieh wird man nichts Außergewöhnliches vor die Flinte bekommen.

Reiten:
Die Haute-Provence besitzt ein riesiges Netz von Reitwegen, die man sich einträchtig mit den Mountainbikern teilt. Besonders eindrucksvoll sind mehrtägige Ausritte mit Biwak oder Übernachtung unter freiem Himmel. Anbieter und Pferde gibt es reichlich, das Preisniveau ist leider, da die Saison in Frankreich relativ kurz ist, ziemlich hoch und die dafür gebotene Qualität an Pferden und Ausrüstung in vielen Fällen nicht adäquat.

Tennis:
Plätze gibt es überall in Frankreich reichlich. Da der Sport an Attraktivität verloren hat und es in de Saison eher zu heiß dafür ist, ist es eher unproblematisch einen freien Platz zu ergattern.

Wandern:
Abgesehen von den manchmal überlaufenen Klassiker-Wanderwegen, z.B. GR 4, gibt es eine unerschöpfliche Zahl von einsamen Pfaden, die man begehen kann, ohne einer Menschenseele zu begegnen – selbst in der Hauptsaison.
Empfehlenswert sind die Magazine “Terre de Provence” und “Balades en Provence”, die sehr schöne Wandervorschläge enthalten. Hier gilt: Kaufen, ein Jahr auf die Seite legen und dann erst danach wandern. Die Hefte sind so verbreitet, dass es zu regelrecht chaotischen Zuständen an den Wanderparkplätzen kommen kann, weil Gott und die Welt die aktuellen Wandervorschläge ausprobieren.

Wassersport:
Der Verdon und seine Stauseen bieten ausgezeichnete Möglichkeiten für fast alle Wassersportarten. Die einzige Einschränkung ist das Verbot von Motorbooten, es sei denn sie werden elektrisch angetrieben. Ausnahmen gibt es nur für Polizei, Feuerwehr und die Rettungsboote der Segelclubs.

Da der Verdon als Trinkwasserreservoir dient, will man hier unbedingt jegliche Ölverschmutzung vermeiden. Besonderer Vorteil: Es gibt kein Wasserski, keinen Lärm und Gestank von Motorbooten und keine wildgewordene Wetbikes. Hier geht es sehr familiär und ruhig zu. Kinder können völlig ungefährdet spielen und schwimmen.

Kanu/ Kayak:
Ist überall auf den Seen und in den Cañons ab der Barrage du Ste. Croix abwärts möglich. Canadier werden in Moustiers, Ste. Croix, Bauduen, Quinson und Esparron verliehen. Schwimmwesten sind Vorschrift. Einweisungen durch die Vermieter sind üblicherweise – oder besser gesagt, fahrlässigerweise – leider meist Fehlanzeige. Kaufen Sie sich vorher ein Buch zu diesem Thema, sonst werden Sie an diesen fantastischen Sportarten keinen Gefallen finden.

Segeln:
Der Lac de Ste. Croix hat hierfür m.E. sogar die ideale Größe: 15 km lang 2.200 ha groß. Vernünftigen Wind hat man im Sommer ab etwa 14°° Uhr. Der Esparron ist m.E. etwas zu klein für einen vernünftigen Turn.
Boote können in Ste. Croix , Les Salles, Bauduen und Esparron gemietet werden. Wer hier des öfteren Urlaub macht und sein Boot hier unterbringen möchte: Die Liegegebühren betragen nur einen Bruchteil dessen, was man von Deutschen Segelclubs gewöhnt ist.

Rafting:
Ab dem oberen Verdon möglich, der Grand Cañon du Verdon ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die Passage des Imbut /Styx ist nichts für Anfänger – hier geht es unterirdisch weiter. Hier bitte unbedingt vorher informieren bzw. zusammen mit einem ortskundigen Moniteur befahren.
Nicht vergessen: vorher bei der EdF (frz. Stromerzeuger) anrufen mit welchen Wassermengen zu rechnen ist. Tel: 04.92.83.62.68.

Ab dem Lac de Ste. Croix ist dann alles ganz harmlos, der Verdon ist gebändigt und außer Gegenwind, Gewitter oder etwas schlimstenfalls lästige Strömung (wenn das Kraftwerk die Turbine laufen lässt) ist mit keinen Schwierigkeiten zu rechen. Boote kann man sich überall leihen: St.André, Ste. Croix, Quinson, Esparron usw. br>
Windsurfen(Planche à voile): Geht am besten auf dem Lac de Ste. Croix und dem Esparron. Der Lac de Ste. Croix hat stark wechselnde Windverhältnisse. Vor 14 Uhr ist meist Flaute, danach geht es oft umso kräftiger zur Sache.

Vorsicht im Sommer: Wenn die Canadair-Löschflugzeuge Wasser aufnehmen müssen die Flugschneisen schnellstmöglich verlassen werden. (Längsachse des Sees oder bei Mistral die Nord/Südachse Ste. Croix - Bauduen.
Boards und Riggs lassen sich in allen Seeorten leihen, Schulen gibt es auch genügend.

Wintersport:
Im Bereich der Hauteprovence gibt es ganz hervorragende Wintersportmöglichkeiten, die zwar weniger bekannt sind als Isola 2000 oder Albertville etc. diesen aber in nichts nachstehen. Ein etwas familiäreres Skigebiet liegt oberhalb Digne (Chabanon), das andere im Quellbereich des Verdon: Col d’Allos. Hier verfügt man über 300 km Piste in Verbindung mit der Skischaukel nach Praloup hinüber.

Die Pisten sind bestens präpariert und oft menschenleer. Sie sollten die Wochenenden und die Schulferien meiden, dann gehört ihnen die Piste fast alleine.

Die französischen Skiorte sind anders strukturiert als die österreichischen und Schweizer Skiorte. Hier wurde konzentriert in den Tälern gebaut, die Hänge blieben glücklicherweise unverbaut. Allerdings hat man sich bei der Bebauung nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Die Betonklötze sind für das Auge unangenehm. Zwar ist dort so ziemlich alles vorhanden, was man so benötigt – Kino, Friseur, Restaurants etc., aber Charme und Gemütlichkeit sind leider auf der Strecke geblieben.(Und: In Frankreich wird nur selten etwas abgerissen – Schade.)

Fazit: Ski und Rodel gut bis sehr gut, Après-Ski eher zu vergessen.

Wer Sport betreiben will, ist hier - ganz besonders in den Zeiten außerhalb der Skiferien der frz. Schulen - gut aufgehoben, aber hier längere Zeit Urlaub zu machen, sollte man sich nicht unbedingt antun. Die Lifte haben wie die meisten Immobilien schon bessere Tage gesehen, sind aber technisch, soweit der Autor das beurteilen kann, in Ordnung.

Informationen gibt es hier: SKIGEBIET VAL d'ALLOS

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