Essen & Trinken


Essen & Trinken Südfrankreich © 2009 by Belair-VillasBon appetit !

Oft klagen Touristen speziell in Südfrankreich darüber, dass Sie die mit reichlich Olivenöl angemachte Speisen nicht so recht vertragen - der eine hat Durchfall, der andere leidet unter Verstopfung. Dies alles sind Dinge, die nicht nötig sind und vermieden werden können, wenn man die Ursachen kennt und die Spielregeln einhält.

Beginnen wir beim Brot: Franzosen verfügen über ein etwas anderes Enzymsystem als die Deutschen. D.h. der Organismus hat sich über einen langen Zeitraum an das tägliche Weißbrot gewöhnt und der Körper wird störungsfrei damit fertig. Beim Deutschen ist das leider nicht so, wer hier hemmungslos mithält, darf sich nicht wundern, wenn der Darm rebelliert. Abhilfe schafft Sauerteigbrot, was man bei guten Bäckern bekommt. Bitte nicht das nachgemachte Zeugs aus dem Supermarkt kaufen, das ist oft nur mit Malz oder ähnlichem gefärbt, aber trotzdem mit Hefe getriebener Weißmehlteig.<


Frankreich beliefert 70 % des BRD – Bedarfs an biologisch angebautem Gemüse und Obst. Im eigenen Land hat sich das aber bestenfalls für die Ernährung von Kleinkindern durchgesetzt. Achten Sie beim nächsten Marktbesuch einmal darauf, ab und an tauchen erste Vorreiter auf. Bedenken Sie, dass in Frankreich die 3-fache Menge an Spritzmitteln auf die Felder gebracht wird. Die Supermarktlebensmittel sind alle durch Elektronen- oder radioaktive Bestrahlung haltbar gemacht. Diese sehen zwar prima aus und sind länger haltbar - doch physiologisch nahezu wertlos. Die Suche nach einem soliden Lieferanten für saubere, unbelastete Lebensmittel sollte so konsequent wie zuhause auch am Urlaubsort durchgeführt werden.

Olivenöl ist manchmal nicht jedem direkt zuträglich. Man kann sich aber recht schnell an dieses hervorragende Nahrungsmittel gewöhnen, aber auch hier gilt: Nur das Beste ist gut genug! Erste Pressung (kalt!) bei einer Ölmühle ihres Vertrauens kaufen – nicht im Supermarkt. Das Zeugs aus Industrieproduktion schmeckt meist bitter und ist von lausiger Qualität. Gutes Olivenöl wird wie ein Wein verkostet und darf auf keinen Fall bitter schmecken. Mit Olivenöl kann man sich übrigens auch die Zähne putzen. Gutes Öl unter 12 € / Liter gibt es nicht – Finger weg!

Es lohnt sich, auch die heimische Küche auf dieses Öl umzustellen, es ist das beste Speiseöl über das wir verfügen und die Basis der vielgepriesenen mediterranen Küche, die ja nachgewiesenermaßen äußerst gesund ist.

Es ist in Frankreich üblich, mit einer Portion Käse und obendrein einem Dessert das Essen zu beschließen. Für den Körper ist das Unfug, das Essen belastet den Organismus sehr stark. Käse ist darüber hinaus sehr schwer verdaulich und kann bis zu 14 Stunden im Magen verweilen.

Zu empfehlen ist, das Essen mit einem Salat (mit reichlich Olivenöl) zu starten, dann etwas Fleisch oder Fisch zusammen mit möglichst viel Gemüse zu essen. Nudeln oder Kartoffeln sollten Sie nie mit Fleisch kombinieren. Verzichten Sie auf ein Dessert und essen Sie höchstens einen kleinen Happen Käse – nur für den Geschmack. Fleisch oder Fisch je 1 x die Woche reicht ohnehin für eine gesunde Ernährung völlig aus, alles darüber hinaus ist auf lange Sicht ungesunder Luxus.

Es ist eine Unsitte, Rotwein zusammen mit Käse zu genießen. Das schmeckt zwar ganz ausgezeichnet, aber leider bilden sich bei dieser Kombination Histamine, die recht intensive Kopfschmerzen auslösen können. Trinken Sie lieber Weißwein zum Käse, das schmeckt auch und hat keine Nachwirkungen – zumindest wenn die Mengen im vertretbaren Rahmen bleiben. (Abgesehen von der Kombination mit Käse ist Rotwein natürlich gesünder als Weißwein. Die roten Farbstoffe der Traubenschale – Weißwein wird ohne Schale vergoren – stellen ausgezeichnete Radikalfänger dar, und Rotwein gilt sogar als wissenschaftlich nachgewiesenes Herzpflegemittel.)

Die Käsemenge sollte auch eingeschränkt bleiben, die Fette führen zu Arteriosklerose. Es wird ihnen auffallen, das in den Regionen Frankreichs mit dem höchsten Käseverzehr auch schon relativ junge Menschen unter den Folgen von Schlaganfällen leiden. Schaf- und Ziegenkäse scheinen günstiger zu sein als Käse aus Kuhmilch, auf jeden Fall sollte man die Menge auf einem vernünftigen Niveau halten. (Natürlich sollten Sie solche Fettschleudern wie Gänsestopfleber auch besser nicht jeden Tag essen.)

zurück