Naturparks
Patou - Hündin
Hundebesitzer: Bitte denken Sie daran, dass im Queyras - Park ständig angeleint werden muss und im Mercantour - Park Hunde generell verboten sind - selbst angeleint! Bei Zuwiderhandlung werden hohe Strafen fällig.
Es hat sich einiges getan: Adler, Geier und Wolf sind wieder heimisch geworden. Adler können Sie beispielsweise über dem Plateau de Valensole vor dem Bergzug des Montdenier beobachten (Sektor PUIMOISSON und St JURS).
Hier finden Sie reichlich Informationen über den Verdon - Regionalpark: VERDON
Geier sehen Sie in gewaltiger Zahl bei Rougon in der Verdon-Schlucht und hinter dem Berg Roubion. Zurzeit haben wir dort eine Population von über 100 Geiern. (Kunststück: Die werden hier mit Fleischabfällen bei Laune gehalten.)Wer des Französischen halbwegs mächtig ist, der mag die folgende, sehr gut gemachte Internetseite besuchen. Hier finden Sie beispielsweise Informationen über das Geierfräulein „Wupper“ welches aus der Voliere des Wuppertaler Zoos stammt und hier ausgewildert wurde. GEIER
Woran Sie Fräulein Wupper erkennen können? Einfach mal hier klicken: WUPPER
Die Wölfe sind bis Sisteron vorgedrungen, man schätzt Ihre Zahl derzeit auf 34 Stück – die Rudel sind verteilt auf den ganzen Südosten Frankreichs. Ab und an gibt es Unfälle, wobei die Schäfer behaupten, es seien Wölfe gewesen, die Staatsorgane berufen sich auf verwilderte Hunde, wobei in diesem Fall keine Entschädigung zu zahlen ist. Folglich sind die Schäfer sauer und es knallt verbotenerweise hie und da, was die Wolfspopulation wieder etwas reduziert. Die Zeiten von Rotkäppchen bzw. den 7 Geislein sind jedenfalls lange vorbei bzw. es war schon immer ein Ammenmärchen. Eine reale Gefahr für den Menschen geht vom Wolf nicht aus. Wölfe lieben kein Risiko.
Zum Schutz vor Wölfen werden die Schafherden teilweise wieder von großen Hütehunden bewacht: Pyrenäen-Berghunde – sog. "Patous", die mit den Herden aufwachsen und diese ganz selbstverständlich als "ihr Rudel" betrachten. Diese weißen, überschweren Hunde wachen alleine ohne Schäfer über die Herde und sind absolut friedlich, solange Sie nicht zu nahe an die Herde heran treten.
Beginnt der Hund zu bellen, entfernen Sie sich unbedingt langsam. Geben Sie kein Futter, werfen Sie keine Steine und schreien Sie nicht, verhalten Sie sich leise und wenden Sie Ihren Blick ab, schauen Sie nie in die Augen! Sorgen Sie in jedem Fall dafür, dass der Hund nicht einen Angriff auf seine Herde vermutet. Im Bereich der Herde ist er der Boss, wenn Sie das nicht respektieren, haben Sie ein etwa 70 kg schweres Problem.
Die Hunde werden auf spanischer Seite der Pyrenäen bis auf über 80 kg gezüchtet, die französischen Züchter beschränken sich auf max. 70 - 75 kg bei Rüden, ca 60 – 65 kg bei Hündinnen. Die Tiere sind Wölfen gegenüber im Vorteil da Sie gut und gerne 3x so schwer sind. Die Hunde beißen nicht, sie werfen die Gegner einfach um und machen sich darüber her, sobald das Opfer hilflos auf dem Rücken liegt, Hals und Bauchdecke frei zugänglich sind. Früher wurden die Hunde mit Stachelhalsbändern ausgestattet, da beißt ein Wolf nur einmal zu. Die bei den Rüden besonders gewaltige Löwenmahne ist schwer zu durchbeißen. Durch das weiße Fell sind diese Hütehunde gut von verwilderten Hunden zu unterscheiden, was sie vor irrtümlichem Abschuss schützt.
Außerdem ist das Tier innerhalb der Herde nur schwerlich zu erkennen, dieses sorgt zusätzlich für ein Überraschungsmoment bei Wolfattacken.
Patous (Der Name kommt nicht, wie ich einmal erheitert lesen durfte, von den Patschepfoten, sondern ist Provenzalisch und bedeutet Schäfer. Also der gleiche Wortstamm wie Pater, Pastor, Padre etc.) Die Hunde nehmen Ihre Aufgabe sehr ernst, weil Sie die wohl dominantesten Hunde sind, die es gibt. Sie betrachten die Herde als ihr Eigentum. Patous gehören zweifelsohne zu den schönsten Hunderassen, sind aber nicht unbedingt Familienhunde. Zwar können Sie Ihre Kinder bestens behütet alleine lassen, da der Hund in Ihrer Abwesenheit noch nicht einmal Bekannte auf das Grundstück lässt, aber klassisch spazieren gehen kann man mit so einem Sturkopp nicht. Die tun was Sie wollen, auch nach 1 - 2 Jahren intensivem Hundetraining werden Sie sich als Hundehalter die Zähne an einem solchen Betonschädel ausbeißen.
Foto (c)Rebecca Peetz FOTOATELIER2