Oralies


Villages des Oralies:

An manchen Ortseingängen finden sich verwitterte Schilder mit der eher nichtssagenden Aufschrift ”Villages des Oralies”, dekoriert mit Schafen nebst Schäfer. Was hat es damit auf sich?

Es handelt sich hierbei um eine alte Tradition aus der Zeit, wo ein Großteil der Bevölkerung weder Lesen noch Schreiben konnte. Damals wanderten Geschichtenerzähler von Ort zu Ort und berichteten über Neuigkeiten, Greueltaten und trugen sonstige Histörchen vor. Heute werden diese Leute eigentlich nicht mehr benötigt, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, gehen Sie unbedingt zu einer solchen fête des oralies. Das Ganze hat natürlich aktuell mehr etwas mit einer Karnevalssitzung zu tun und macht dementsprechend richtig Spaß.


Die Festlichkeit findet in einem größeren Restaurant oder einem “Salle polyvalente” statt und traditionell wird Aioli dazu serviert. Auf 4 - 6 Personen rechnet man gut und gerne 1,5 bis 2l dieser fürchterlich leckeren Knoblauchsoße.

Nachdem alle schon kräftig schmausen, betritt von irgendwoher eine meist stattliche Person den Raum, stellt sich auf einen Stuhl und beginnt mit gewaltiger Stimme und kräftig gestikulierend seinen Vortrag. Manch einer der Erzähler stammt aus der Bretagne, also wundern Sie sich nicht, wenn auch mal küstennahes Seemannsgarn gesponnen wird...

Wichtig! Sagen Sie alle Verabredungen für die nächsten Tage ab, gehen Sie bitte nicht zum Zahnarzt und verschieben Sie Ihren Rückflug.

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