
Die neuen Techniken und neue Fischgründe hatten den Fischfang vervielfacht: bis zu 21.000 Tonnen im Jahre 1981. Aber dann kam die Reduzierung der Quoten durch die EU und Überfischung. Dies hat bis heute den Fang um bis zu zwei Drittel der ausgeladenen Quantitäten reduziert. Zu Beginn des 19. Jahrhundert hatte Douarnenez ca. 5.000 Fischer. Hundert Jahre später bleiben davon noch ca. 200 Fischer übrig. Die Konservenfabriken übernehmen, um weiter voll zu arbeiten, importiertem Fisch. Ihre Warenzeichen kennt die ganze Welt: "Kleines Schiff" (Paulet), "Connétable" (Chancerelle), "Arok" (Gourlaouen).
Seit 1978 gibt es in der Stadt Douarnenez ein Filmfest, dass den Minderheiten der ganzen Welt gewidmet ist.
Douarnenez zieht nach wie vor Matrosen, Forscher, Maler und Dichter an, die sich wie George Perros (1923-1978), an der Magie des Ortes und den bodenständigen Bewohnern der Stadt erfreuen. Douarnenistes haben auch einen Teil ihrer Seele beibehalten und die Treue zu ihrer Heimat.
Im alten Hafen gibt es eines der größten Schiffsmuseen Europas zu erkunden. Hier kann man den ganzen Tag verbringen. Schauen Sie sich mal in dem abgetakelten Trawler um: In den Kojen wurde im Schichtwechsel geschlafen, was praktisch war. Die Liegestatt war vorgewärmt. Die üppige Kombüse dürfte stattliche 3,5 m² haben. Lesen Sie sich einmal an, wie viele Portionen Essen der Smut (Schiffskoch) in diesem Verschlag täglich zubereitet hat.
Den Abend in Douarnenez verbringt man am besten am alten Hafen, der mit seinen Bars und Kneipen ein besonderes Flair bietet. Hier kann man bis spät am Abend draußen sitzen und den vorbei flanierenden Leuten zuschauen. In der Nähe gibt es auch einige gute Restaurants, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben.